Prag
Sehenswürdigkeiten
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Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten
Der Bau des berühmtesten und am meisten fotografierten Prager Bauwerks, der Karlsbrücke, begann im Jahr 1357. Sie ist Teil eines gewaltigen Bauprogrammes von Karl IV., zu dem auch die Burg, der St.-Veits-Dom und die Universität gehören. Die Errichtung dieser Bauwerke wurde von dem schwäbischen Architekten Peter Parler beaufsichtigt (obwohl heute bekannt ist, daß der Bau der Brücke unter Meister Otto begann). Die Karlsbrücke ersetzt die frühere Juditabrücke (Judithbrücke), von der nur noch einer der beiden Türme des Malá-Strana-Tors stammt. Die Brücke selbst ist recht eintönig, optisch beeindruckend ist sie nur wegen den vielen auf der Brüstung stehenden Statuen, die von Jesuiten während der Gegenreformation hinzugefügt wurden.
Die ersten Statuen der Kreuzigungsszene wurden 1657 aufgestellt, kurz danach folgte die einzige Bronzestatue – die des Heiligen Johannes von Nepomuk (er wurde heilig gesprochen, nachdem man ihn von einer Brücke gestoßen hatte). Die meisten anderen von Maximilian Brokoff und Matthias Bernhard aus dem örtlichen Sandstein gehauenen Statuen wurden zwischen 1706 und 1714 hinzugefügt (die letzte erst 1928). Wegen der Luftverschmutzung wurden sehr viele Originale ausgewechselt und im Lapidarium im Letná Park untergebracht. Touristen wundern sich oft über die Holzstrukturen am unteren Ende der Stützen auf der Seite flußaufwärts – diese schützen im Frühjahr während der Schneeschmelze die Brücke vor hängenbleibenden Eisschollen und Baumstämmen.
Die Brücke kann nur zu Fuß überquert werden und dient Touristen als ein Orientierungspunkt. Ständig für Unterhaltung und oft auch für Gedränge sorgen die vielen Stände mit Kunst und Kunsthandwerk auf der Brücke sowie die etlichen Straßenmusikanten und Alleinunterhalter jeglicher Art – von Dixie-Jazzgruppen bis zu Puppenspielern.
Staré Mesto (Altstadt)
Anreise: U-Bahnstation Staromestske; Straßenbahnlinien 17, 18, 51 oder 54.
Öffnungszeiten: Durchgehend.
Prazský Hrad (Prager Burg)
Die auf einem Bergrücken liegende Burg zeichnet sich deutlich am Himmel ab und kann fast überall in Prag gesehen werden. Der Eingang ist mit den Statuen der Kämpfenden Titanen geschmückt. Hier wird man der enormen Größe des sehr imposanten Komplexes mit seinen drei Innenhöfen, Befestigungen und Gärten gewahr. Im Grunde ist die Burg ein kleines Dorf für sich und wegen der reichen Architektur, den Staatswohnungen, Kirchen, Galerien und Gärten kann man kaum alles an einem Tag sehen.
Der größte Teil des dritten Innenhofs wird von der Katedrála sv. Víta (St.-Veits-Dom) eingenommen, der größten Kirche des Landes. Die Arbeiten an dem Dom, der von seiner Architektur her an die Kathedrale von Narbonne angelehnt ist, begannen im Jahr 1344, wurden wegen des wechselhaften Schicksals der Tschechen allerdings erst 1929 beendet. Die Kapelle mit dem Reliquienschrein des Heiligen Wenzel ist die schönste der 22 Seitenkapellen – die Wände sind vergoldet und mit hunderten von Halbedelsteinen besetzt, dazwischen befinden sich prächtige Gemälde aus dem 14. Jahrhundert. Das übermäßig verzierte, barocke Grabmal des Heiligen Johannes von Nepomuk ist eine Arbeit der Jesuiten, die diesen Märtyrer an Stelle des Heiligen Wenzel als tschechischen Schutzheiligen propagierten.
Die böhmischen Kronjuwelen sind in der Königskammer untergebracht, allerdings wird sie nur hin und wieder für die Öffentlichkeit geöffnet. Die Krypta ist Ruhestätte der meisten Könige und Königinnen Böhmens. Die Bazilika sv. Jirí (St.-Georgs-Basilika) ist ein Juwel der romanischen Architektur. Sie wurde 970 errichtet, im 12. Jahrhundert wieder aufgebaut und erhielt ihre barocke Fassade im 16. Jahrhundert. Besonders reizvoll ist die der Heiligen Ludmilla – der ersten tschechischen Märtyrerin – geweihte Kapelle. Das im Jahr 973 für benediktinische Nonnen errichtete Kláster sv. Jirí (St-Georgs-Kloster) ist das älteste des Landes. Heute beherbergt es eine bemerkenswerte Sammlung früher tschechischer Kunst (von der Gotik bis zur Barockzeit).
In den Burggärten befindet sich das Belvedere, Prags schönstes Renaissance-Bauwerk. Es wurde in den 1530er Jahren als Sommerresidenz für Königin Anna gebaut und wird heute für wechselnde Ausstellungen genutzt. Die im 16. Jahrhundert in die Festungsmauern hineingebauten Wohnhäuser der Hofalchemisten gaben dem Zlatá ulicka (Goldenen Gässchen) seinen Namen.
Aktueller Hinweis: Das Goldene Gässchen ist wegen Renovierungs- und Ausgrabungsarbeiten bis voraussichtlich Mai 2011 geschlossen.
Hradcanské námestí, Prag 1
Tel: 224 37 33 68.
E-Mail: fedos@hrad.cz (Eintrittskarten und Führer)
Internet: www.hrad.cz
Anreise: Mit der U-Bahn nach Hradcany; Straßenbahnlinie 22 nach Prazsky hrad.
Öffnungszeiten: Täglich 09.00-17.00 Uhr, von Nov.-Apr. nur bis 16.00 Uhr.
Eintritt: 120 Kc (nur in bar); Eintrittskarten sind für drei Tage gültig; Ermäßigungen sind erhältlich; der Eintritt zum Burggelände ist frei.
Staromestké Námestí (Altstädter Ring)
Der Altstädter Ring aus dem 12. Jahrhundert ist für Touristen besonders interessant. Er wird von Verkaufsständen mit Kunsthandwerk und Pferdekutschen gesäumt, mit denen man eine Rundfahrt durch die Altstadt unternehmen kann. Im Sommer stellen die umliegenden Restaurants ihre Tische auf den Platz, wo im Winter der größte Weihnachtsmarkt Prags stattfindet. In der Mitte des Platzes thront die riesige Statue des Reformators Jan Hus, der im 14. Jahrhundert lebte. Hier findet man auch den Prager Meridian, den Kilometer Null, von dem alle Entfernungen der Stadt gemessen werden. Auch die Paläste, Kirchen und Häuser rund um den Altstäder Ring sind historisch sehr interessant. Nicht entgehen lassen sollte man sich das Staromestská radnice (Altstädter Rathaus) mit der Astronomischen Uhr. Bei ihrem stündlichen Schlag (09.00-21.00 Uhr) erscheinen im oberen Teil (aus dem frühen 15. Jahrhundert) an zwei Fenstern Apostel. In der Nähe des Platzes liegt auch die meisterhafte gotische Chrám Matky Bozí pred Týnem (Teynkirche), in der sich das Grab des Astronomen Tycho Brahe befindet.
Staré Mesto (Altstadt)
Anreise: U-Bahnstation Staromestske; Straßenbahnlinien 17 oder 18.
Josefov (Jüdisches Viertel)
Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts befand sich nördlich des Altstädter Rings das Jüdische Ghetto. Zwar mußten viele der alten Gebäude für Jugendstilhäuser weichen, einige sind von diesem alten Viertel aber noch erhalten geblieben. An der Kasse des Jüdischen Museums ist ein Kombi-Ticket erhältlich, das den Eintritt für das Zidovnická radnice (Jüdische Rathaus), für die Klaus-, Maisel-, Pinkas- und die Spanische-Synagoge, den Alten Jüdischen Friedhof (die Gräber stammen aus dem 15. bis 18. Jahrhundert) und den Zeremoniensaal beinhaltet. Eine zusätzliche Eintrittskarte wird für die Starovoná synagoga (Altneusynagoge) aus dem 14. Jahrhundert benötigt.
Jüdisches Museum
U Stare skoly 1, Prag 1 Tel: 224 81 94 56. Fax: 224 81 94 58.
E-Mail: office@jewishmuseum.cz
Internet: www.jewishmuseum.cz
Anreise: U-Bahnstation Staromestká.
Öffnungszeiten: Mo-Fr und So 09.30-18.00 Uhr; von Nov.-März nur bis 16.30 Uhr.
Eintritt: 290 Kc; 200 Kc für die Altneusynagoge.
Obecní dum (Repräsentationshaus)
Das von A. Balsánek und Osvald Polívka entworfene Repräsentationshaus ist das schönste Jugendstilgebäude Prags und wurde nach jahrzehntelanger Vernachlässigung endlich vollständig renoviert. An der Errichtung (1905-11) waren die bekanntesten tschechischen Künstler beteiligt, aber nicht einmal Karil Spillars auffälliges Mosaik und die Skulpturengruppe von Ladislav Saloun bereiten den Besucher auf das bemerkenswerte Innere des Gebäudes vor. Am beeindruckendsten sind die öffentlichen Bereiche, u.a. weist der Raum des Bürgermeisters Wandmalereien von Alfons Mucha auf. Das Restaurant, das Café und die Amerikanský-Bar entstanden ebenfalls nach Entwürfen des Architekten Polívka. Das Mittelstück des Gebäudes ist der Smetana-Konzertsaal, die Heimat der Prager Symphoniker und einer der wichtigsten Konzertsäle während des Prager Frühlingsfestivals. Manche Räume können nur im Rahmen einer Führung besichtigt werden.
Námestí republicky 5, Prag 1.
Tel: 222 00 21 01. Fax: 222 00 21 00.
E-Mail: info@obecni-dum.cz
Internet: www.obecni-dum.cz
Anreise: U-Bahnstation námesti Republiky; Straßenbahnlinien 5, 14 oder 24.
Öffnungszeiten: Täglich 10.00-18.00 Uhr (Ausstellungshalle); täglich 07.30-23.00 Uhr (Café).
Eintritt: 150 Kc (Führung); rund 60-80 Kc (Ausstellungen).
Václavské námestí (Wenzelsplatz)
Trotz des Namens Wenzelsplatz handelt es sich im Grunde um einen langen Boulevard. Hier fand der passive Widerstand, die Samtene Revolution von 1989, seinen Höhepunkt. Heute ist der Platz ein Durchgangsweg, auf dem man das Beste und Schlechteste sieht, das die Zeit nach dem Kommunismus hervorgebracht hat – von modischen und teuren Kaufhäusern bis zu den vom organisierten Verbrechen kontrollierten Taxis und Prostituierten. Von den ältesten Gebäuden ist zwar nichts mehr erhalten geblieben, doch der vordere Abschnitt wird von Häusern der verschiedensten architektonischen Stile aus den letzten 150 Jahren gesäumt. Der untere Teil ist eine Fußgängerzone. Hier findet man viele der größten Prager Kaufhäuser (deren Architektur ist oft interessanter ist als das Warenangebot). Tschechische und ausländische Zeitungen bekommt man am besten an den Zeitungsständen am unteren Teil der Straße. Die vielen in den 20er-Jahren errichteten Arkaden mit ihren gewundenen Passagen führen fast immer zu einem Kino. Vielen Passagen verhilft man derzeit wieder zu ihrer ursprünglichen Art-Deco-Pracht, besonders um darin moderne Geschäfte unterzubringen. Die schönste Passage ist zweifellos Lucerna (zwischen Vodickova und Stepánská) mit ihrer Jazz-/Rockkonzerthalle, dem Kino, ausgezeichneten Cafés und zahlreichen kleinen Geschäften.
Auf der anderen Seite des Wenzelsplatzes, an der Nr. 25, liegt das Grand Hotel Evropa (Internet: www.motylek.com/evropa), ein bedeutendes Wahrzeichen der Ersten Republik. Das Evropa gehört einer vergangenen Zeit an, und auch der Service erinnert an die kommunistische Ära. Die verblaßte Pracht des Hotels genießt man am besten bei einer Tasse Kaffee oder Tee. Mittelpunkt des oberen Abschnitts ist das gewaltige Reiterstandbild Pomník sv. Václav (St.-Wenzels-Statue). Die vier umliegenden Statuen stellen die Schutzpatrone des Landes dar: Ludmilla, Procopius, Agnes und Vojtech (Adalbert).
Am oberen Ende des Platzes befindet sich das Národní muzeum (Nationalmuseum). Es wurde 1818 gegründet und beherbergt die größte und älteste Sammlung des Landes. Zwar sind die Sammlungen mit den Schwerpunkten Paläontologie, Geologie, Zoologie und Anthropologie eher für Experten interessant, das Gebäude selbst aber lohnt den Besuch. Es wurde im Neo-Renaissance-Stil erbaut und würdigt mit seiner Fassade und Innenausstattung auf bemerkenswerte Weise die Geschichte der Tschechoslowakei.
Nové Mesto (Neustadt)
Anreise: U-Bahnstation Mustek (unteres Ende) oder Muzeum (oberes Ende).
Národní muzeum (Nationalmuseum)
Václavské námestí 68, Prag 1.
Tel: 24 49 71 11. Fax: 22 24 60 47.
Internet: www.nm.cz/english
Öffnungszeiten: Täglich 10.00-18.00 Uhr (Mai-Sept.); täglich 09.00-17.00 Uhr (Okt.-April); jeden ersten Dienstag des Monats geschlossen.
Anreise: U-Bahnstation Muzeum.
Eintritt: 70 Kc; Ermäßigungen sind erhältlich; jeden ersten Montag des Monats eintrittsfrei.
Weitere Sehenswürdigkeiten
Im Museum wird zwar nur ein Bruchteil der Sammlung ausgestellt, dieser allerdings läßt die allgemeine Differenzierung zwischen den schönen Künsten und Kunsthandwerk sinnlos erscheinen. Das Fin-de-siècle-Gebäude ist an sich ein Kunstwerk und in zwei Stockwerke aufgeteilt. Im Erdgeschoß werden Sonderausstellungen gezeigt, auf der ersten Etage eine breite Palette an Kunsthandwerk. Von besonderem Interesse sind die schönen tschechischen Keramiken und Glasexponate.
Ulice 17. Listopada 2, Prag 1.
Tel: 224 81 12 41.
E-Mail: direct@upm-praha.anet.cz
Internet: www.knihovna.upm.cz
Anreise: U-Bahnstation Staromestká; Straßenbahnlinien 17 oder 18.
Öffnungszeiten: Di-So 10.00-18.00 Uhr.
Eintritt: 40 Kc.
Muchovo Muzeum (Mucha-Museum)
Dieses Museum im Kaunitz-Palast wurde zu Ehren des bekanntesten Künstlers der Tschechoslowakei – Alfons Mucha (1860-1934) – gegründet. In der Sammlung befinden sich viele seiner Pariser Poster, u.a. für die Vorstellungen von Sarah Bernhardt, Bilder und Bücher mit Entwürfen. Auch sein Pariser Studio wurde nachgebaut. Auf der Terrasse befindet sich ein hübsches Café.
Kaunický palac, Panská 7, Prag 1
Tel: 26 28 41 62.
E-Mail: museum@mucha.cz
Internet: www.mucha.cz
Anreise: U-Bahnstation Mustek.
Öffnungszeiten: Täglich 10.00-18.00 Uhr.
Eintritt: 120 Kc.
Prazské Panoptikon (Prager Wachsmuseum)
Die ebenfalls kürzlich eröffnete Attraktion Panoptikon präsentiert eine Reihe von faszinierenden Szenen, u.a. ein mittelalterliches Alchemisten-Laboratorium und eine Straße des 19. Jahrhunderts einschließlich einer Kafka darstellenden Figur. Kurze 3D-„pseudo-holographische”-Filme vermitteln einen Einblick in die heutigen Medien in ihren Kinderschuhen.
Národní trída 25, Prag 1
Tel: 221 08 52 17.
E-Mail: panoptikon@highland.cz
Internet: www.waxmuseum.cz
Anreise: U-Bahnstation Mustek.
Öffnungszeiten: Täglich 10.00-20.00 Uhr.
Eintritt: 119 Kc; Ermäßigungen erhältlich.
Rundgänge
Pragotur Guides Centre, Staromestké námestí 1, Prag 1 (Tel: 224 48 25 62. Fax: 224 48 23 80. E-Mail: guides.pis@volny.cz) hat ebenfalls qualifizierte Führer, die diverse europäische Sprachen sprechen.
Busrundfahrten
Ausflüge zu den Schlössern der Umgebung, u.a. Karlstein und Konopiste, können bei Cedok, Na príkope 18, Prag 1 (Tel: 224 19 76 37. Fax: 224 21 37 86. Internet: www.cedok.cz), bei diversen Reisebüros und Touristeninformationen gebucht werden.
Bootsrundfahrten
Andere Touren
Halbtägige Ausflüge
Troja (Trojský zámek): Das einzige Schloß Prags, Troja (Tel: 26 89 07 16), wurde von der Familie Sternbeck Ende des 17. Jahrhunderts gebaut, als eine Lobpreisung an die regierende Habsburger Dynastie. Ein großer Teil der üppigen barocken Inneneinrichtung feiert die Habsburger, vor allem die Siege Leopold I. über die Türken. Der exquisite formelle Garten reicht bis zum Fluß, wo Ruderboote geliehen werden können (Mai-Okt.). Troja kann mit der Buslinie 112 von der U-Bahnstation Nádrazí Holesovice oder auf einem angenehmen Spaziergang am Ufer der Moldau entlang (30 Min.) erreicht werden. Das Schloß ist Di-So von 10.00-18.00 Uhr (April-Okt.) und Sa und So von 10.00-17.00 Uhr (Nov.-März) geöffnet. Der Eintritt beträgt 100 Kc (der erste Dienstag jeden Monats ist eintrittsfrei).
Ganztägige Ausflüge
Der Hauptbahnhof von Kutná Hora befindet sich im Vorort Sedlec. Verbindungen bestehen zum Prager Bahnhof Hlavní nádrazí und nach Masasykov nádrazí an der Wolsonova am östlichen Ende von Hyberská (Fahrzeit: rund 1 Std. mit dem Schnellzug). Um zur Stadt zu gelangen, müssen Besucher in den Nahverkehrszug (Richtung Sedlec) umsteigen. Von der U-Bahnstation Zelivského fährt außerdem ein Bus nach Sedlec.
Obwohl sich die meisten Touristen nicht lange in Sedlec, dem trostlosen, drei Kilometer nordöstlich vom Stadtzentrum von Kutná Hora entfernten Vorort aufhalten, lohnt es sich vom Bahnhof zu Fuß zu gehen, um das makabre Beinhaus in Zámecká ul zu sehen. Es gehört zu einer ehemaligen Zisterzienser-Abtei – heute die größte Tabakfabrik in Mitteleuropa. Der Friedhof wurde international bekannt, als im Mittelalter Abt Jindrich mit einem Topf voller Erde von Golgatha aus Jerusalem zurückkehrte, die angeblich wundersame Eigenschaften der Leichen-Konservierung besitzen sollte. Von überall her, sogar aus Flandern, kamen Beerdigungsanfragen, und wegen der zusätzlichen 30.000 Menschen, die 1318 an der Pest verstarben, mußte eine Krypta hinzugefügt werden, damit man alle Gebeine unterbringen konnte. Gekauft wurde das Beinhaus 1784 von der adeligen Familie Schwarzenberg, die 1870 einen einheimischen Holzschnitzer mit der Verarbeitung der Gebeine beauftragte. Die daraus hervorgegangenen Skulpturen, Kronleuchter und sogar das in Bein geschnitzte Schwarzenberger Wappen muß man einfach gesehen haben. Besucher können das Kloster mit dem Beinhaus vom Stadtzentrum mit der Buslinie 1 oder 4 erreichen. Kutná Hora hat besonders viele bebilderte Schilder, die den Weg zu sämtlichen Sehenswürdigkeiten anzeigen.
Das Touristeninformationsbüro, Palackého námestí 377 (Tel: (327) 51 55 56. Internet: www.oku-kh.cz/rrr/cz/tp/info/kic.html) und das Kultur- und Informationszentrum von Kutná Hora, Sankturin House, Palackého námìsti 377 (Tel: (327) 51 55 56. Fax: (327) 51 23 78. E-Mail: infocentrum@kutnohorsko.cz; Internet: www.kutnohorsko.cz/aktuality.html) erteilen weitere Auskünfte.
Karlovy Vary (Karlsbad): Der größte Kurort der Tschechischen Republik wurde 1358 an der Tepla gegründet und war lange Zeit ein dekadenter Ort mit berühmten Besuchern und heimlichen Affären. Zu den gekrönten Häuptern, Geistesgrößen, Staatsmännern, Literaten und Musikern, die Karlsbad besuchten, gehörten u.a. Friedrich I., der russische Zar Peter d. Große, der deutsche Staatsmann Otto v. Bismarck, die österreichische Kaiserin Maria-Theresia, Friedrich Schiller, Theodor Fontane, G.W. Leibniz, der 'Teufelsgeiger' Paganini, die Komponisten J.S. Bach, Wagner, Chopin, Liszt und Brahms und die Schauspieler Douglas Fairbanks und Mary Pickford. Die frühere Glanzzeit des Ortes spiegelt sich in den zahlreichen Kurbädern und Hotels wider, von denen das Grand Hotel Pupp das vornehmste ist. Es wird auch behauptet, es sei das eleganteste Hotel des Landes. Karlsbad ist besonders während der Hochsaison von ausländischen Touristen übervölkert sein. Weitere Informationen sind bei Kur-Info, Vrídelní kolonada, Karlovy Vary (Tel: (17) 322 93 12. Internet: www.karlovyvary.cz), erhältlich. Karlovy Vary erreicht man vom Bahnhof Florenc mit dem Bus (Fahrzeit: 2 Std. 30) oder mit dem Zug von Hlavní nádrazí (Fahrzeit: 4 Std.).
Kunst & Kultur
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Einleitung
Auch Musik in allen ihren Formen wurde in Böhmen von jeher ein wichtiger Teil der Allgemeinbildung angesehen, und entweder durch die Schule oder durch Stadtmusiker, deren Aufgabe es war, zu unterrichten und an Aufführungen teilzunehmen, vermittelt. Das Prager Konservatorium ist seit seiner Gründung im späten 18. Jahrhundert eine erstklassige Ausbildungsstätte für Musiker und Komponisten. Der englische Reisende Dr. Charles Burney beschrieb Böhmen in den 1780er Jahren als ein 'Land der Musiker' und fügte hinzu: 'Reisende berichten, daß der böhmische Adel Hausmusikanten beschäftigt; hat man allerdings Dienstpersonal, so läßt sich dies gar nicht vermeiden.' Viele der berühmtesten europäischen Musiker, von Mozart bis Gustav Mahler lebten irgendwann einmal in Prag. Auch die bekanntesten tschechischen Komponisten wie Smetana, Dvorák, Jánacek und Martinu lebten und komponierten in der Stadt. Mozart war in Prag höher angesehen als in Wien, und jeder berühmte Komponist und Virtuose wurde mit offenen Armen empfangen. Zu den Dirigenten an der Prager Oper gehörten u.a. Weber, Mahler und Zemlinský. Einer der Nachteile des Falls des Kommunismus ist die erhebliche Kürzung der öffentlichen Zuschüsse, und so wurde die gesamte Kunstszene während des Wechsels zur Marktwirtschaft in finanzielle Schwierigkeiten gebracht. Künstler sind immer noch sehr angesehene Mitglieder der Gesellschaft, und ihr Werdegang wird in jeder Hinsicht unterstützt. Das Niveau von Aufführungen ist sogar eher noch höher gestiegen.
Prag ist äußerst musikalische Stadt und der Prager Frühling eines der bedeutendsten, anspruchsvollsten Musikfestivals. Konzerte gibt es in Hülle und Fülle, aber das ist bei weitem nicht alles – Straßenmusikanten sieht man überall, und auf den Straßen, Plätzen und Brücken ist man stets von Musik umgeben. Klassische Klänge, dargeboten von talentierten Studenten des Konservatoriums, mischen sich mit Dixieland-Jazz, Volksmusik, Weltmusik und Pop.
Eintrittskarten sind bei Cedok (s. Sehenswürdigkeiten) und Ticketpro, Salvátorská 10, Prag 1 (Tel: 224 81 40 20. E-Mail: vstupenky@ticketpro.cz; Internet: www.ticketpro.cz), erhältlich. Die Kartenagentur Bohemia Ticket International (BTI), Na príkope 16, Prag 1, ist die einzige, bei der man aus dem Ausland mit Kreditkarte buchen kann (Tel: 224 22 78 32. E-Mail: order@ticketsbti.cz; Internet: www.ticketsbti.cz), allerdings wird dafür eine beträchtliche Buchungsgebühr verlangt. Die Kartenpreise sind bei Agenturen i. allg. höher, besonders für Ausländer, deshalb kann man einiges sparen, wenn man direkt zur Kasse der Veranstaltungsstätte geht. Nicht verkaufte Karten über 30 Kc können häufig 30 Minuten vor der Vorstellung erstanden werden. Dies lohnt sich besonders beim Nationaltheater.
Wöchentliche Auflistungen aller Musikveranstaltungen (in Englisch) findet man in The Prague Post, monatliche Veranstaltungshinweise in Do mesta (in Tschechisch).
Film
Das MAT Studio in Karlovo námestí 19, Prag 1 (Tel: 224 91 57 65), zeigt um 22.00 Uhr tschechische Filme mit englischen Untertiteln und hat nur 24 Sitzplätze. Deshalb sollte man sich Karten unbedingt im voraus besorgen. Das tschechische Filminstitut zeigt seine Filme im Ponrepo/Bio Konvikt, Bartolomejská 13, Prag 1 (Internet: www.volny.cz/mjos/ponrepo), und gewährt Jahresmitgliedschaften für 120 Kc. Das letzte der kleinen informellen Vorführorte ist das Kinokavárna Jalta (Café/Kino), Václavské námestí 43, Prag 1 (Tel: 224 22 88 14), das einst eine wichtige Rolle in der Prager Szene spielte.
Südlich von Smíchov liegt das Barrandov-Studio. Es wurde nach dem Ersten Weltkrieg von Václav Havels Großvater gebaut und entwickelte sich schnell zum Zentrum der tschechischen Filmindustrie. Tschechische Regisseure, Kameraleute und Techniker waren nach nur kurzer Zeit überall in Europa gefragt. Die frühesten in Prag spielenden Stummfilmklassiker sind allerdings deutschen Ursprungs. Paul Wegeners Der Golem (1920) verfilmt eine Legende aus dem Mittelalter von einem tönernen, jüdischen Roboter, bei dem expressionistische Studiokulissen ein beengendes Ghetto darstellen.
Film
Die Einführung einer stalinistischen Zensur unter den Kommunisten führte zu einer Abschottung der Filmindustrie vom Westen. Innovationen waren allerdings immer noch möglich, und so drehte Jirí Trnka 1947 den ersten Marionettenfilm und schuf damit ein neues Genre, mit dem die Tschechen ihre Präsenz im Kino des Westens aufrechterhalten konnten. Eine neue Generation von Filmemachern wurde in den 1950er Jahren ausgebildet, und die Lockerung bestimmter Gesetzgebungen in den Sechzigern brachte eine hervorragende neue tschechische Welle zum Vorschein. Die besten Filme dieser Zeit sind ohne Zweifel Scharf beobachtete Züge (1966) und Das Geschäft in der Hauptstraße (1965). Seit der Samtenen Revolution scheinen die tschechischen Filmemacher ihre Orientierung verloren zu haben, bewundern immer noch ehrfürchtig die Neue Welle, und versuchen ihre Identität trotzt der Beeinflussung von Hollywood zu wahren. Diese Beeinflussung, welche einserseits die Identität der tschechischen Filmindustrie zu bedrohen schien, förderte andererseits auch deren Wiederbelebung, und niedrige Kosten sowie erstklassige Filmtechniker haben Prag zu einem wichtigen Drehort gemacht. Amadeus (1984), Mission Impossible (1996) und Les Miserables (1998) sind nur einige der internationalen Spielfilme, die hier gedreht wurden.
Kulturelle Veranstaltungen
Literarische Anmerkungen
Eine äußerst zynische Einstellung vertritt Prags berühmtester Schriftsteller, Franz Kafka, in seinen literarischen Darstellungen der verwirrenden und bedrohlichen Absurditäten der Habsburger Bürokratie. Zu seinen Meisterwerken gehören Das Urteil (1925), Das Schloß (1926) und Die Verwandlung und andere Kurzgeschichten (1915). Genau wie Kafka hat auch Jaroslav Haseks Antiheld in dem humoristischen Meisterstück über den Ersten Weltkrieg Die Abenteuer des braven Soldaten Schwejk (1921) eine Souvenirindustrie hervorgebracht. Karel Capeks anti-utopisches Stück R.U.R. (1921) hat der Welt das Wort „Roboter“ geschenkt. Milan Kunderas Der Scherz (1967) handelt von der stalinistischen Zeit und ist seinem eigenen, bekannteren Werk Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins (1984) wesentlich überlegen. Seit der Samtenen Revolution erlebt die tschechische Literatur eine Blütezeit. Michael Vieweghs Erziehung von Mädchen in Böhmen (1994) gewährt einen ironischen Einblick in den zügellosen Kapitalismus und die sexuellen Ausschweifungen in den modernen Vororten von Prag.
Musik
Ein gängiges Opernprogramm wird von der Staatlichen Oper, Wilsonova 4, Prag 2 (Tel: 224 22 76 93. Internet: www.sop.cz), geboten. Das Estates Theatre, Ovocný trh, Prag 1 (Internet: www.estatestheatre.cz), in dem die Uraufführung von Don Giovanni stattfand, führt immer noch gelegentlich Mozart-Opern auf. Ein innovativ inszeniertes tschechisches Repertoire wird vor allem im Nationaltheater (Narodni Divadlo), Narodni 2, Prag 1 (Tel: 224 91 34 37. Internet: www.narodni-divadlo.cz), präsentiert. Auch die Kartenpreise sind hier niedriger.
Tanz
Theater & Konzerte
Veranstaltungskalender
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Veranstaltungskalender
Prager Winterfestival. Prager Staatsoper (Internet: www.praguewinter.com).
Jahrestag des Todes von Jan Palach (Tschechischer Student, der sich aus Protest gegen die sowjetische Invasion 1969 umbrachte): 19. Januar.
Februar
Prager Ballsaison: Verschiedene Veranstaltungsorte (Internet: www.prague-info.cz oder www.zofin.cz).
Modemesse. Prager Messegelände (Internet: http://www.modapraha.cz/).
März
One-World (Internet: http://www.oneworld.cz/). Filmfestival für Menschenrechte, verschiedene Kinos in Prag.
Febio-Fest. (Internet: http://www.febiofest.cz/): März - April. Das Febio-Fest zieht nicht nur Film-Fans an. Das internationale Film, Fernseh- und Videofestival ist eines der größten Festivals in Europa.
Halbmarathon (Internet: http://www.pim.cz/). Start an der Karlsbrücke.
April
Paleni cardojenic (Traditionelles Hexenfest zum Frühlingsanfang): Malá Strana.
Tage des Europäischen Films (Internet: www.eurofilmfest.cz/). Während der Tage des Europäischen Films sind in den Kinos Svetozor und Aero etwa 40 Spielfilme und 10 Kurzfilme zu sehen.
Febio-Fest. (Internet: http://www.febiofest.cz/):März - April. Das Febio-Fest zieht nicht nur Film-Fans an. Das internationale Film, Fernseh- und Videofestival ist eines der größten Festivals in Europa.
Bookworld Prague (Büchermesse; Internet: www.bookworld.cz): Prague Exhibition Grounds.
Mai
Prager Frühling (Internationales Musikfestival; Internet: www.festival.cz): Mai - Juni, verschiedene Veranstaltungsorte.
Prague International Marathon (Riesiger internationaler Wettlauf mit Teilnehmern aus über 55 verschiedenen Ländern; Internet: www.pim.cz): Beginnt am Marktplatz (Staromìstské námestí).
Khamoro (Internet: http://www.khamoro.cz/). Mai - Juni. Weltfest der Zigeuner in Prag.
Marionettenfest (Internet: http://www.puppetart.com/). Mai - Juni, Prag.
Juni
Prager Frühling (Internationales Musikfestival; Internet: www.festival.cz): Mai - Juni, verschiedene Veranstaltungsorte.
Khamoro (Internet: http://www.khamoro.cz/). Mai - Juni. Weltfest der Zigeuner in Prag.
Marionettenfest (Internet: http://www.puppetart.com/). Mai - Juni, Prag.
Kafkas Todestag: 3. Juni, Jüdisches Viertel.
Schrifstellerfestival (Internet: http://www.pwf.cz/): Prag.
Dance Prague (Zeitgenössisches Tanzfestival; Internet: www.tanecpha.cz).
Musica Sacra Praga. Sakrale Musik (Internet: http://www.choirs.cz/): Versch. Veranstaltungsorte in Prag.
Shakespeare Sommerfest (Theateraufführungen im Prager Schloss. Internet: www.shakespeare.cz), Juni - September.
August
Prague Horn (Internet: www.praguehorn.cz): Internationales Musikfestival.
September
Prager Herbst (Internationales Festival klassischer Musik; Internet: www.pragueautumn.cz): September - Oktober.
Tesco Night Grand Prix. Verschiedene Laufwettbewerbe am Abend (Internet: www.pim.cz).
St. Wenceslas-Feiern. Festival sakraler Musik: Verschiedene Kirchen.
Oktober
Autoshow Praha (Internet: http://www.autoshowpraha.cz/) Automobilmesse. Prager Messegelände.
November
FAMU Festival (Internet: www.famufest.cz). Filme der Filmakademie. Prague Academy of Performing Arts.
Alterniva (Festival alternativer Musik, Theater, Tanz und Kunst, Internet: www.unijazz.cz): November/Dezember, Archa Theater.
Internationales Jazz Festival (Internet: http://www.jazzfestivalpraha.cz/_jazz/): Nov. - Dez..
Dezember
Alterniva (Festival alternativer Musik, Theater, Tanz und Kunst, Internet: www.unijazz.cz): November/Dezember, Archa Theater.
Prager Weihnachten (Fest mit Weihnachtschören und -gebräuchen): Verschiedene Veranstaltungsorte und Konzerte auf dem Altstädter Ring.
Bohuslav Martinu Festival (Internet: www.martinu.cz).
Einkaufen & Essen
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Einleitung
Alle Restaurantpreise in Prag verstehen sich inklusive einer Mehrwertsteuer von 22%. Wenn eine Bedienungsgebühr von 10-12,5% auf die Rechnungssumme aufgeschlagen wird, rundet man den Endbetrag in der Regel auf die nächste Zehnereinheit auf. Sollte keine Bedienungsgebühr erhoben werden, gibt man ein Trinkgeld von 10-15 % der Rechnungssumme.
Bei den angegebenen Preisen handelt es sich um den Durchschnittspreis für ein dreigängiges Menü bzw. den Preis für eine Flasche des günstigsten Weins oder Hausweins. MwSt. ist inbegriffen, jedoch keine Bedienungsgebühr und kein Trinkgeld.
Restaurants
Alcron
Prags bestes Restaurant für frischen Fisch und Meeresfrüchte befindet sich in einem diskreten, halbrunden Saal mit einem restaurierten großen Art-Déco-Wandgemälde im Radisson Hotel. Die saisonale Speisekarte verspricht Köstlichkeiten wie gerösteten Steinbutt, Hummer aus Kanada bzw. der Bretagne mit beurre noisette oder Pilz-Cordonetti mit schwarzen Trüffeln und gegrillten Jakobsmuscheln. Reservierungen werden empfohlen. Sonntags geschlossen.
Radisson SAS Alcron Hotel, Štepánská 40
Tel.: (02) 22 82 00 38.
Internet: www.radisson.com
Francouzská a Plzeñská Restaurace
Das Obecní dùm ist der schönste Jugendstilschatz den Prag zu bieten hat. Das Gebäude in Staré Mìsto wurde zwischen 1905 und 1910 unter Beteiligung aller großen tschechischen Künstler und Architekten erbaut und kürzlich originalgetreu restauriert. Das "Französische Restaurant", von Osvald Polívka gestaltet, verbindet die Stile des Barocks und der Renaissance sowie westliche und orientale Einflüsse mit dem tschechischen Jugendstil, was sich u.a. in den zylindrischen Glas- und Goldkronleuchtern widerspiegelt. Das sechsgängige Menü inklusive Kaffee und petits fours und das dreigängige Mittagsmenü sind relativ preiswert und sehr zu empfehlen. Saisonale Gerichte sind z.B. gegrillter Bretonhummer mit Kräuterbutter, mit geröstetem Gemüse gefüllte Artischocken und Kartoffelpüree, coq au vin oder gegrillter Steinbutt. Reservierungen sind notwendig.
Obecní dùm, Námìstí Republiky 5
Tel.: (02) 22 00 27 70.
Internet: www.frenchrest.obecnidum.cz
Pálffy Palác Club
Der Pálffy-Palast wurde im 17. Jahrhundert von der Lamintger-Familie in Malá Strana errichtet und ist eines der bestgehütetsten Geheimnisse Prags. 1895 wurde er vom Staat erworben und diente als Archiv für wertvolle Manuskripte bis er schließlich während der kommunistischen Periode als Propagandazentrum herhalten musste. Nach der Wende im Jahr 1989 wurde hier die Prager Musikschule eingerichtet und 1994 eröffnete das Restaurant in der obersten Etage. Antiquitäten, Drucke von Komponisten an den Wänden und Blumenarrangements erzeugen eine barocke Stimmung. Die Zahl der 60 Sitzplätze wird im Sommer verdoppelt, wenn die Terrasse mit großartigem Ausblick geöffnet wird. Die ausgezeichneten Gerichte umfassen Kalbslende mit Esskastaniensauce, gegrillte Entenbrust mit gratinierten Zwiebeln und getrockneten Pflaumen sowie geröstete Wachteln umhüllt von Schinken mit Aprikosensauce. Besonders empfehlenswert sind der Sonntagsbrunch und die werktäglichen Mittagsangebote. Reservierungen im Voraus sollten vorgenommen werden.
Valdštejnská 14
Tel.: (02) 57 53 05 22.
Internet: www.palffy.cz
Restaurant Flambée
Das Flambée befindet sich im Gewölbe des Betlem Palác aus dem 18. Jahrhundert in Staré Mìsto und ist eines der feinsten Prager Restaurants. Die barocke Atmosphäre wird durch helle Farben, Kerzen auf den Tischen und einem Pianospiel am Abend noch verstärkt. Die Speisekarte ist abwechslungsreich mit einigen Gerichten wie geröstete foie gras mit Trüffelartischocken oder junges Entenfleisch. Es wird ein köstliches Fünf-Gänge-Menü sowie ein relativ preiswertes Mittagessen angeboten. Der Weinkeller wurde bereits im 8. Jahrhundert erbaut und bietet heute eine außergewöhnliche und seltene Auswahl erlesener Weine. Auch das Gästebuch des Restaurants kann sich sehen lassen, denn schon internationale Politiker, Hollywood- und Musikstars wie H.D. Genscher, Tom Cruise und Michael Jackson speisten im Flambée. Reservierungen werden empfohlen.
Betlémský Palác, Husova 5
Tel.: (02) 24 24 85 12.
Internet: www.flambee.cz
U Maltézských rytíøù
In einem gothisch-romanischem Keller in Malá Strana befinden sich die Speisesäle des Restaurants mit dem klangvollen Namen "Zu den maltesischen Rittern". Das kerzenbeleuchtete Restaurant ist gemütlich und freundlich, trotz der Gerüchte, dass es dort (jedoch nicht vor Schließung des Restaurants) spuken soll. Die Speisekarte verspricht Köstlichkeiten wie Chateaubriand vom Wild, geröstetes Zanderfilet gefüllt mit Räucherlachs und Lauch sowie geröstes Wildschwein gewürzt und mit Pilzsauce serviert. Die berühmten Desserts umfassen hausgemachten Apfelstrudel und Nussteig-Eierkuchen mit hausgemachter Birnenmarmelade.
Prokopská 10
Tel.: (02) 57 53 36 66.
Internet: www.umaltezskychrytiru.cz
Restaurants für Geschäftstreffen
Brasserie Praha
Ausgezeichnete Speisen werden in diesem komfortablen Restaurant im Marriott Hotel in Staré Mìsto serviert. Das Restaurant hat sehr hohe Decken, viele Fenster und Tische mit großem Abstand voneinander. Ein Balkon ist reserviert für die VIP-Gäste des Hauses. Gefüllte Wachtel mit Trüffelsauce und Esskastanien auf Gemüse in Brandysauce oder Schweinemedaillons in Calvadossauce sind unter den zu empfehlenden Gerichten. Auch das werktags angebotene Mittagsbüffee und der Sonntagsbrunch gelten als Empfehlungen.
Prague Marriott Hotel, V Celnici 8
Tel.: (02) 22 88 12 12.
Internet: www.marriott.com
Dobromila
Tschechische, französische und kontinentale Einflüsse werden in diesem anspruchsvollen Restaurant in Staré Mìsto miteinander vermischt. Das einfache äußere Erscheinungsbild wird auch im Inneren mit dunklen pinkfarbenen Wänden und Kerzen auf den Tischen erhalten. Die Gerichte basieren auf Rezepten der tschechischen Köchin Magdalena Dobromila Rettigová aus dem 19. Jahrhundert und wurden mit einer französischen Note verfeinert, die ihnen einen leichteren Geschmack geben als in der traditionellen tschechischen Küche üblich. Einige der Speisen sind gekochter Karpfen mit Gemüse, Fasan nach jüdischer Art mit Gnocchi und Gewürzen oder Kaninchen mit Wacholder und Safransauce.
Jungmannova 10
Tel.: (02) 96 24 64 64.
Hybernia
Großzügige Portionen zu bescheidenen Preisen werden im Hybernia in Staré Mìsto serviert. Das Restaurant hat sich mit seiner Mittagskarte einen guten Ruf erarbeitet, dem auch internationale Regierungschefs und ihre Bodyguards folgen. Das einfache ockerfarbene Dekor des Gewölbes ergänzt die Gemütlichkeit mit bequemen Stühlen mit hohen Lehnen. Das Restaurant ist in einen Raucher- und Nichtraucherbereich unterteilt, während es zusätzlich ein Kellergewölbe aus dem 14. Jahrhundert für größere Feierlichkeiten sowie einen ruhigen Innenhof für angenehmes Speisen im Freien gibt. Die Gerichte umfassen Schweineknie mit Meerrettich, Senf und eingelegte Gurken sowie Hühnchenspieß mit Räucherlachs, Schinken und Essigkräutersauce.Die Steaks sind ebenfalls eine Empfehlung.
Hybernská 7/1033
Tel.: (02) 24 22 60 04.
Internet: www.hybernia.cz
Posezení U Èiriny
Dieses Restaurant mit dunkelgelben Wänden, an denen alte Drucke hängen, serviert vorwiegend ungarische und slowakische Spezialitäten. Die Chefin Irina Kosiková bekochte einst den tschechischen Präsidenten Havel. Gerichte umfassen u.a. Schweinefilet mit ungarischer Salami und Niva (tschechischer Blaukäse), Schweinekotelett gefüllt mit Hähnchenleber und Schinken sowie Hühnchensteak au gratin mit Kochschinken, Pfirsich und Käse.
Navratilova 6
Tel.: (02) 22 23 17 09.
U Prince
Etwas südlich des berühmten Uhrenturms am Altstadtmarkt in Staré Mìsto bietet das U Prince unter einer Zeltplane im Freien (im Winter mit Außenheizung) und in einem riesigen Speisesaal mit Kronleuchtern und alten Drucken an den Wänden eine große Auswahl an Gerichten. Einige der Spezialitäten wie Prince’s Teriyaki mit Roastbeef, Schweinefilet und Hähnchenbrust, geröstete Zucchini mit Niva (tschechischer Blaukäse) auf Kräuterbutter und Schweinemedaillons auf Pfeffersauce werden serviert. Dazu spielt man täglich Live-Jazzmusik.
Staromìstské námìstí 29
Tel.: (02) 24 21 28 07.
Internet: www.hoteluprince.cz
Trendrestaurants
Bazaar Méditerranée
Der Komplex in Malá Strana mit seinem labyrintartigen Interieur umfasst ein Restaurant und einen Weinkeller im Inneren sowie ein Café und eine Austernbar im Innenhof. Auf der Gartenterrasse kann man beim Dinieren fantastische Aussichten genießen. Im riesigen Keller mit seinen hohen Decken sind ein großer Speisesaal, eine Bar und eine Tanzfläche untergebracht. Jeden Abend legt ein DJ hier seine Platten auf. Die ausgezeichnete Auswahl an Speisen beinhaltet Hühnchenbrust mit Niva (tschechischer Blaukäse) und Basilikumsauce, Lamm-Couscous, variace ryb à la Bazaar (Fisch mit Krabben, Langusten und Gemüse serviert mit drei Saucen), coq au vin und marokkanische Kefta (Lammfleischbällchen in Gemüseragout).
Nerudova 40
Tel.: (02) 57 53 50 50.
Internet: www.restaurantbazaar.cz
Gitanes
Rumänische, slawische und lateinische Einflüsse werden in diesem bunten Restaurant in Malá Strana kombiniert. Das Dekor nach Balkan-Art besteht aus hohen, betuchten Stühlen unter einer blauen Decke mit Blumen bemalt. Die Wände sind mit Gemälden geschmückt, dekorative Platten und andere Erinnerungsstücke ergänzen das Interieur. Die Nudelgerichte sind sehr zu empfehlen, aber die Gäste sollten auch die experimentellen Speisen wie Schnitzel krardjordje (Schweineschnitzel mit Sahne und Tartarsauce), heiße pljeskavica (Minzfleisch mit Peperoni und Zwiebeln), cevapcici (gewürztes Minzfleisch) und sarma (Sauerkraut mit Minzfleisch und Reis). Das süße Maisbrot ist ausgezeichnet und tafahija (Bratapfel gefüllt mit Nüssen und Schlagsahne) ist ein fantastisches Dessert.
Trištĕ 7
Tel.: (02) 57 53 01 63.
Internet: www.gitanes.cz
Korea House
Das bescheidene koreanische Dekor in der oberen Etage und das gemischte koreanisch-japanische Interieur im Keller ergänzen das ausgezeichnete Essen perfekt. Koreanische Spezialitäten umfassen bulgogi (dünn geschnittenes Rindfleisch oder Schweinefleisch am Tisch zubereitet), shab shab (Rindfleisch und Meeresfrüchte mit verschiedenem Gemüse) und Hühnchen in scharfer Sauce. Zu zweit kann man den scharfen Eintopf genießen. Das Restaurant im Untergeschoss kann auch für private Feierlichkeiten gebucht werden. Dort wird auch Karaoke veranstaltet. Sonntags geschlossen.
Sokolská 52
Tel.: (02) 24 26 62 46.
Internet: www.koreahouse.cz
Malý Buddha
Im Malý Buddha kann man sich nach einem Besuch des Hradĉany mit der Prager Burg, den Museen und dem Loreto bei einer guten Tasse Tee oder einem köstlichen vietnamesischen Essen wieder stärken. Im Teeraum werden 51 verschiedene Teesorten serviert, während das Restaurant als vietnamesischer Gastronomietempel bekannt ist. Wie man es erwartet präsentiert sich das Restaurant mit weichem östlichen Charm mit Stühlen aus Schilfrohr und Kerzen auf den Tischen. Einige Gerichte sind gebratene Krabbe mit Salat, Schweinefleisch mit Bambussprossen und Sojabohnen sowie Garnelen mit chinesischen Pilzen und Bambussprossen. Es gibt zudem eine Anzahl vegetarischer Speisen und einige ungewöhnliche Kreationen wie Krokodil oder Hai mit Zwiebeln, Knoblauch und Chili sowie Tintenfisch in würziger Sauce. Montags geschlossen.
Ùvoz 46, Prague 1
Tel.: (02) 20 51 38 94.
Scandals
Das trendige Restaurant konnte seit der Eröffnung einer Cocktailbar im Keller seinen Ruf als die angesagteste Location weiter ausbauen. Die Ausstattung mit hohen Decken und riesigen Fenstern wird ergänzt durch dunkle Wände und moderne Gemälde an den Wänden. Die Speisekarte umfasst ausgezeichnete Steaks und Burger genauso wie mit Teriyaki glasiertes Hühnchen mit gebratenen Nudeln und Zitronensauce oder gegrillten Katzenwels in Rotweinsauce mit Waldpilzen.
Dlouhá 7/992
Tel.: (02) 24 81 77 03.
Internet: www.czrb.cz/scandals/food.asp
Preiswerte Restaurants
Ambiente
Das helle und lebendige Kellerrestaurant im Amerikastil ist ausgestattet mit gelb-blauen Wänden, blauen Säulen, Deckenventilatoren und vielen alt-amerikanischen Bildern, Reklameschildern und Schallplatten an den Wänden. Lateinamerikanische Musik in angenehmer Lautstärke verstärkt die Atmosphäre. Hauptgerichte umfassen Pasta, kreolische und mexikanische Speisen wie spare ribs und Steaks. Auch die Salate sind zu empfehlen. Spezialitäten wie gegrillte Gänsebrust mit Koriander und Rosmarin sowie Rindfleischfilet mit Truthahnbrust und Schinken stehen ebenfalls auf der Speisekarte. Das Schokoladenfondue mit Banane, Ananas oder saisonalem Früchtemix kann einfach, mit Milch oder weißer Schokolade bestellt werden.
Mánesova 59
Tel.: (02) 22 72 78 51.
Internet: www.ambi.cz
Chilli’s
Das wahrscheinlich beste Tex-Mex-Restaurant Prags findet man in der Neustadt. Das südwestamerikanisch-mexikanische Dekor passt ausgezeichnet zum Essen, ohne dass es zu kitschig wirkt. Die Speisekarte verspricht Burritos, Quesadillos, Enchilladas und Huevos Rancheros, aber auch einige tschechische Gerichte wie geröstetes Schweinefilet in Kartoffelpuffer. Die tschechischen Krapfen mit Pflaumensauce und Schlagsahne sind eine ausgezeichnete Dessertwahl.
Vladislavova 18
Tel.: (02) 24 94 93 05.
Příčný řez
Das relativ neue Restaurant in der Neustadt ist seit seiner Eröffnung stetig gewachsen. Die Atmosphäre in dem gemütlichen und zeitgenössischen Restaurant mit seinen großen Fenstern und dem Balkonbereich dient als Vorbild für eine neue Generation lokaler Restaurants. Der Keller verwandelt sich in den Nächten in einen Tanzclub, während im Restaurant gute Speisen wie Steaks, Hühnchen gefüllt mit Kochschinken und Käse in leichter Basilikumsauce, Entenbrust in Estragon-Zitronensauce oder Lachs in Fettucine mit Gorgonzolasauce und Kapern serviert werden. Die Bedienung ist ausgezeichnet und der Sonntagsbrunch ist einen Besuch wert. Reservierungen für den Abend werden empfohlen.
Příčná 3
Tel.: (02) 22 23 32 83.
Internet: www.pricnyrez.cz
Sate
Nahe des Malý Buddha und der Prager Burg liegt das Sate - ein ausgezeichnetes indonesisch-inspiriertes Restaurant. Das einfache, fernöstliche Dekor wird von einem riesigen Aquarium dominiert. Spezialitäten umfassen Nasi Goreng (gebratener Reis mit Fleisch und Garnelen) und Opor Ayam (Hühnchen in Kokosnussmilch).
Pohořelec 3
Tel.: (02) 20 51 45 52.
Thrakia
Das bulgarische Restaurant mit dekorativer Holzvertäfelung an den hellen ockerfarbenen Wänden ist ein ausgezeichneter Ort für ein preiswertes Essen. Kebabs, hausgemachte Würstchen, srmy (gefüllter Kohl), Moussaka, kalte Gurkensuppe und Mešena skara (vier Fleischsorten auf dem Lavarost gegrillt) sind allesamt gute Optionen.
Rubešova 12 (hinter dem Nationalmuseum)
Tel.: (02) 24 22 34 90.
Persönliche Empfehlungen
Art Diogenes
Als echtes griechisches Restaurant mit klassischer griechischer Küche in einem diskreten Keller und einem griechischen Dekor, das nicht übertrieben ist, serviert man im Art Diogenes großartige Gerichte wie z.B. Schweinefleisch gefüllt mit Pflaumen, Souvlaki, Jakobsmuscheln in Rotweinsauce mit Käse und Steak nach Paphos-Art mit Spargel.
Nerudova 23
Tel.: (02) 24 93 12 20.
Internet: www.diogenes.cz
U Modré kachničky
Dieses vertraute und angesehene Restaurant in Staré Město ist eines von Prags Besten für Wildgerichte. Der kerzenbeleuchtete Speisesaal eines Renaissancehauses mit gewölbten Decken und Wandgemälden des künstlerisch begabten Eigentümers ist entspannend und bietet das richtige Ambiente für die qualitativ hochwertigen Speisen. Die saisonale Speisekarte beinhaltet z.B. Wildschweinkeule mit Hagebuttensauce, Damhirschmedaillons mit Wacholderbeeren flambiert in Bororicka (eine Art Gin) und Kaninchenkeule in Knoblauch mit Spinat und Kartoffelklößen. Eierkuchen mit Himbeeren und Erdbeeren flambiert in Armagnac ist ein außergewöhnliches Dessert.
Michalská 16
Tel.: (02) 24 21 34 18.
Einleitung
Einkaufsmeilen
Die paradiesischen Zeiten für Schnäppchenjäger unmittelbar nach der Samtenen Revolution, als erlesene Art-Nouveau-Artikel, Loetz-Glas oder ein Set Duell-Pistolen zu einem Sechstel ihres Wertes verkauft wurden, sind längst vorbei, Antiquitäten kann man z.T. aber immer noch recht preiswert erstehen. Wunderschönes böhmisches Glas aus dem 18. Jahrhundert bis hin zu Art-Deco-Waren aus den 1930er Jahren werden bei Jan Hunek Starozitnosti, Parízská 1, Prag 1, verkauft. Alma, Vamentinská 7, Prag 1, ist ein Spezialgeschäft für Porzellan, Spitze und volkstümliche Tracht. Einen guten Fund kann man gelegentlich fern vom Zentrum in den Bazars - besseren Trödelläden - machen. Zwar kann es dauern, sie ausfindig zu machen, der Aufwand lohnt aber. Antiquarische Bücher und Drucke sind immer noch preiswert zu haben, allerdings sind in letzter Zeit die Preise gestiegen. Eine erstklassige Auswahl findet man im Antikvariat Galerie Mustek, 28, ríjna 13, Prag 1, und im Antikvariat Karel Krenek, Celetna 31, Prag 1. Das Antikvariat Parízska, Parízska 8, Prag 1, ist auf Drucke und Landkarten aus dem 16.-19. Jahrhundert spezialisiert. Äußerst preiswert sind meistens CDs mit klassischer Musik. Die größte Auswahl haben der Bonton Megastore, Palace Koruna, Vaclavske namestí 1, Prag 1, und Bontonland (Supraphon), Jungmannova 20, Prag 1. Supraphon, ein ehemals staatliches Aufnahmestudio, schöpft aus seinen Archiven, die angefüllt sind mit Unmengen qualitätvoller klassischer Musik (Internet: www.supraphon.cz).
Märkte
Öffnungszeiten
Hinweis
Nachtleben
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Einleitung
Die Musikveranstaltungen der Woche findet man (in Englisch) in der Prague Post aufgelistet. Die Veranstaltungshinweise des monatlich erscheinenden Do mesta sind in Tschechisch.
Bars
Kasinos
Clubs
Live-Musik
Infrastruktur
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Flughafengebühren
Durchschnittliche Flugzeiten
Praha Ruzyne International Airport (PRG)
Internet: www.csl.cz
Der Ruzyne Airport liegt rund 20 km nordwestlich von Prag und verfügt über drei Terminals (Nord 1 und 2, Süd).
Fluggesellschaften Die nationale Fluggesellschaft der Tschechischen Republik, CSA (Tel. in Deutschland (069) 920 03 50, in der Schweiz (041-01) 654 55 74, in Österreich (043-01) 79 56 77 54. Internet: www.csa.cz), betreibt Inlands- und Auslandsflüge von Ruzyne, u.a. zu allen größeren Städten Europas, zum Nahen Osten, nach Chicago, Montreal, Toronto, Bangkok und Singapur. Inlandsflüge werden nach Ostrava angeboten. Von Frankfurt aus bestehen Non-Stop-Verbindungen u.a. mit Lufthansa und Czech Airlines, von Wien aus u.a. mit Austrian Airlines und Czech Airlines, von Zürich aus u.a. mit Swiss und Czech Airlines.
Flughafeneinrichtungen Zu den Einrichtungen gehören u.a. ein Postamt, Geldautomaten, Bankschalter, eine Wechselstube, eine Hotelzimmervermittlung, ein Restaurant und Geschäfte.U.a sind die Mietwagenfirmen
Avis (Tel: 22 01 14 27 0),
Budget (Tel: 22 01 13 25 3),
Europcar (Tel: 22 01 13 20 7),
Hertz (Tel: 22 01 43 40) und
Sixt (Tel: 22 01 15 34 6) vertreten.
Geschäftseinrichtungen Der VIP-Service (Tel: 22 20 56 25 25) vermietet Lounges (Geschäftslounge auch mit Fax, Kopierer, Projektor, Internet) und zwei Konferenzräume (im Süd-Terminal) für bis zu 25 Personen. Weitere Lounges wie die Bohemia Lounge und die Representative Lounge stehen zur Verfügung. Diners Club betreibt ausschließlich für Mitglieder und deren Gäste eine Business-Lounge mit Telefon- und Faxbenutzung sowie Internetzugang.
Transfer in die Stadt Ein von Cedaz (Tel: 220 11 42 96. Internet: www.aas.cz/cedaz/) betriebener Shuttlebusservice verkehrt jede halbe Stunde zwischen Flughafen und Stadtzentrum (Fahrzeit: 30 Min.). Buslinie 119 fährt zwischen 04.30-23.30 Uhr alle zehn Minuten zur U-Bahnstation Dejvická (Linie A). Fahrkarten können am Zeitungskiosk oder am Fahrkartenautomaten vor dem Terminal gekauft werden. Die FIX s.r.o.-Taxis (Tel: 220 11 38 92) sind teuer und verlangen für eine Fahrt je nach Stadtzone zwischen 120-870 Kc (zum Stadtzentrum rund 770 Kc). Die Benutzung anderer Taxis ist nicht empfehlenswert. Die besseren Hotels bietet einen Transport-Service an.
Zugverbindungen
Transfer in die Stadt
Hinweis
Die größten Bahnhöfe mit internationalen Zugverbindungen sind Hlavní nádrazí (Hauptbahnhof), Wilsonova, Prag 2, und Nárdazí Holesovice, Vrbenského, Prag 7 – beide verfügen über Wechselstuben und Touristeninformationen. Schließfächer und Gepäckabgaben (24 Std.) findet man in allen Bahnhöfen vor.
Anfahrt
Vom Westen Deutschlands kommend, nimmt man die A 6 über Nürnberg und passiert die deutsch-tschechische Grenze bei Waidhaus/Rozvodov. Direkte Autobahnverbindungen bestehen über die A 6 und D 5 zwischen München und Prag sowie zwischen Nürnberg und Prag.
Von Wien führt die E59 direkt zur Autobahn D1, von Dresden und Berlin nimmt man am besten die E55, von Breslau und Warschau die E67 und von Paris die E50.
Die (wenigen) Autobahnen sind mit einem „D" gekennzeichnet, die internationalen Straßen mit einem „E", kleinere Straßen mit zwei oder mehr Ziffern. In Tschechien wird für die Straßenbenutzung eine Maut verlangt (für Kfz vom Gesamtgewicht bis 3,5 t. Die Vignette wird an Grenzübergängen, Postämtern und größeren Tankstellen verkauft und ist erhältlich für 7 aufeinanderfolgende Tage, für einen Monat bzw. für 1 Jahr. Die Vignette kann bereits vor Reisebeginn beim ADAC erworben werden. Für Motorräder besteht keine Vignettenpflicht. Nähere Informationen bietet die Internetseite http://www.uamk.cz/.
Das gesetzliche Mindestalter zum Autofahren ist 18 Jahre. Die Geschwindigkeitsbegrenzung in geschlossenen Ortschaften beträgt 50 km/h, 90 km/h auf Landstraßen und 130 km/h auf Autobahnen. Für Fahrer und Insassen besteht eine Sicherheitsgurtpflicht, auch auf der Rückbank (falls dort Gurte vorhanden sind).
Die Bußgelder für Vergehen sind hoch und müssen sofort beglichen werden. Es besteht ein absolutes Alkohol- und Drogenverbot am Steuer. Nationaler Führerschein und Fahrzeugschein. Für Staatsangehörige der EU- und EFTA-Länder gilt als Versicherungsnachweis das Autokennzeichen. Dennoch wird EU- und EFTA-Bürgern empfohlen, die Internationale Grüne Versicherungskarte mitzunehmen, um bei eventuellen Schadensfällen, die Unfallaufnahme zu erleichtern und in den Genuss des vollen Versicherungsschutzes zu kommen. Ansonsten gilt der gesetzlich vorgeschriebene minimale Haftpflicht-Versicherungsschutz. Autofahrer, die sich länger als sechs Monate in der Tschechischen Republik aufhalten, müssen ihren Wagen dort anmelden - Zoll und Steuern kosten etwa die Hälfte des Wagenwerts, und die Haftpflichtversicherung muss bei einer tschechischen Versicherungsgesellschaft abgeschlossen werden.
Auf den Autobahnen und internationalen Routen findet man alle zwei Kilometer Notrufstationen (24 Std.). Sowohl der Ústredmí Automotoklub - ÚAMK, Zentraler Automobilclub (Tel: 261 10 41 11. Internet: www.uamk-cr.cz) als auch der Autoklub Ceské Republicky - ABA, Tschechischer Automobilclub (Tel: 224 22 18 20. Internet: www.autoklub.cz) haben gegenseitige Vereinbarungen mit diversen internationalen Automobilclubs und einen 24-stündigen Pannenhilfsdienst.
Fahrzeiten
Busverbindungen
Es gibt regelmäßige Eurolines-Verbindungen von vielen europäischen Ländern nach Prag. Zwei Busunternehmen teilen sich die Eurolines-Vertretung (Internet: www.eurolines.cz) in der Tschechischen Republik, Eurolines Sodelicz fährt u.a. nach Frankreich, Spanien und in die Schweiz, Bohemia Euroexpress International (Internet: www.bei.cz) bietet Verbindungen u.a. nach Deutschland, Italien, Spanien Belgien und die Niederlande.
Die Deutsche Touring setzt auf der Strecke Berlin-Dresden-Prag täglich einen Business-Class-Bus mit zusätzlichen Serviceleistungen wie Stromanschluss, Internetzugang per W-LAN, mehr Sitzkomfort sowie Radio/CD/DVD-Playern ein. Die Fahrzeit liegt bei 4,5 Std. und damit unter der der Fernzüge.
Fahrplan- und Tarifinformationen sind erhältlich von der tschechischen Eurolines-Generalvertretung Eurolines Sodeli CZ (Internet: www.eurolines.cz) oder den Eurolines-Vertretungen in
- Deutschland (Deutsche Touring GmbH, Adresse: Am Römerhof 17, D-60486 Frankfurt/M. Tel: (069) 79 03 50. Internet: www.deutsche-touring.com),
- Österreich (Eurolines Austria – Blaguss Reisen GmbH, Internet: www.eurolines.at) und der
- Schweiz (Alsa + Eggmann, Internet: www.alsa-eggmann.ch).
Viele Orte in Tschechien erreicht man wesentlich schneller mit Reisebussen als mit Zügen, da letztere oft an jedem Bahnhof halten. Regionale Verbindungen stehen unter der Leitung des staatlichen Unternehmens CSAD (Tel: 4751 00 01 4. Internet: www.csadbus.cz). Busse fahren von vielen Haltestellen ab – Informationen und Karten sind am einfachsten bei Cedok erhältlich (s. Touristeninformation unter Stadtbesichtigung).
Sonstiges
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Lage
Landesvorwahl
Einwohner
Sprachen
Währung
Ethnische Gruppen
Religion
Ortszeit
Differenz zu Mitteleuropa beträgt im Winter und im Sommer jeweils 0 Std.
Netzspannung
Telekommunication
Durchschnittstemperatur
Durchschnittstemperatur im Juli
Jährlicher Niederschlag im Januar
Wechselkurse
| 1.00 EUR = 25.34 CZK |
| 1.00 CHF = 21.04 CZK |
| 1.00 USD = 19.36 CZK |
| Wechselkurse vom 1 Februar 2012 |
Andere Sportarten
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Einführung
Als eine verkannte Größe stellte sich das tschechische Fußballteam bei der Europameisterschaft 1996 heraus, als es bis zum Endspiel kam. Eine sehr große Rivalität besteht in der heimischen ersten Liga zwischen Sparta Praha (Internet: www.sparta.cz) und Slávia Praha (Internet: www.slavia.cz). Die dritte, in der ersten Liga spielende Prager Mannschaft ist der im Viktoria Zizkov Stadium, Seifertova Trída, Prag 3 (Tel: 222 72 20 45), beheimatete FK Victoria Zizkov. Sparta Praha spielen in der Toyota-Arena, und Slávia Praha im Evzena Rosického Stadion.
Karten zu Sportveranstaltungen sind besonders einfach bei Ticketpro, Rytírská 31 (Tel: 224 81 80 80. E-Mail: etix@ticketpro.cz; Internet: www.ticketpro.cz), erhältlich. Die Kartenverkaufsstelle ist Mo-So von 08.30-20.30 Uhr geöffnet.
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| 25.05.12 | 19°C | 6°C | 2% | |
| 26.05.12 | 20°C | 3°C | 2% | |
| 27.05.12 | 19°C | 8°C | 50% |



